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Prachtbecherling
#1
https://www.123pilze.de/DreamHC/Download...erling.htm

Kennt jemand diese Pilze und hat Sie schon mal probiert?
Habe letztens im Auwald ein paar gesehen.

Lg
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#2
Käme nie auf die Idee sowas "probieren" zu wollen. Das ist ja nichts Häufiges und zumindest in D steht der auf der Roten Liste.

Grüße
Harald
Pilzberatung gibt es nur vor Ort beim Pilzberater. Keine Beratung per Internet oder Telefon! Bilderbestimmung ist keine Essfreigabe!
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#3
Hallo Pilz,
in den Donauauen kommen die Kelchbecherlinge relativ häufig vor.In der Pfanne landen die bei uns nicht----dafür sind sie einfach viel zu schön.
LG Gabi u.Rudi
   
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#4
(05.02.2018, 14:10)rudigabi schrieb: Hallo Pilz,
in den Donauauen kommen die Kelchbecherlinge relativ häufig vor.In der Pfanne landen die bei uns nicht----dafür sind sie einfach viel zu schön.
LG Gabi u.Rudi
Hallo ihr Zwei.
Da kann ich euch nur recht geben und ausserdem ist er ohne Eigengeschmack.Liebe Grűße Eva.
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#5
Hallo miteinander,

wirklich selten ist bei uns nur die streng an Linde gebundene Sarcoscypha jurana. Bei konsequentem Durchmikroskopieren sämtlicher Aufsammlungen zeigt sich, dass S. austriaca tatsächlich nur unwesentlich häufiger ist als S. coccinea. In fast allen Wuchsräumen kommen beide Arten vor, nicht selten treten sie an ihren Standorten sogar gemeinsam auf. Es hilft leider nix, man muss wirklich jeden einzelnen Fruchtkörper einer Kollektion mikroskopieren - und erhält dabei regelmäßig seinen Beweis dafür, dass auch der geübte Blick gereifter Feldkenntnis nichts ausrichten kann. Ich für meinen Teil konnte bisher lediglich ein einziges feldtaugliches Trennmerkmal festmachen: Nur S. coccinea scheint auch an Nadelgehölze zu gehen.

LG, Thomas Bardorf
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#6
Servus Thomas,

die Gattung Sarcoscypha ist fast ein Garant für Frust hoch². In Kärnten ist S. austriaca vertreten, die Funddaten in der mikodata zu S. cocinea sind alle mit cf./ ss.lato versehen. Der wurde bei uns noch nicht nachgewiesen, ganz zu schweigen von S. jurana. 

In der Pidlich-Aigner-Studie wird angeführt, dass nur S. cocinea an Nadelholz nachgewiesen wurde, für mich ist das ein hartes Kriterium. Ums mikroskopieren kommt man da nicht herum, gleich zweimal. Einmal den Pilz, dann das nackerte Stackerl, auf dem er sitzt.

Sooo schwer ist die Holzbestimmung bei Nadelholz nicht, für die Bestimmung auf Ganoderma cf. lucidum geht ohne die schon garnix. Einen informativen Beitrag dazu kann man im das-neue-naturforum  nachlesen, ein Link führt zur Österreichische Zeitschrift für Pilzkunde.

Bei Chistoph H. seinem 'Seicherlseminar' Ende Mai bin ich dabei, sollte es dir am Abend für ein persönliches Kennenlernen ausgehen würde ich mich freuen.

LG
Peter
Es reicht ein Hut aus Fomfom als Statussymbol. Wenn der Blitz einschlägt brennt nur der Kopf.
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#7
(06.04.2018, 19:34)Kärntner TS schrieb: Hallo Peter

In Kärnten ist S. austriaca vertreten, die Funddaten in der mikodata zu S. cocinea sind alle mit cf./ ss.lato versehen. Der wurde bei uns noch nicht nachgewiesen, ganz zu schweigen von S. jurana. 

Eben! Da sehr viele Fundnotizen mit cf. oder s. l. versehen sind, kann man sich auf bisherige Verbreitungsangaben nicht wirklich verlassen. Hinzu kommt, dass mit Populationsverschiebungen zu rechnen ist, sei es im Kontext des climate shift oder infolge substratökologischer Anpassungsphänomene. Dergleichen stellen wir ja rezent auch bei anderen Gattungen fest.
Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass das recht homogene Verbreitungsbild von S. coccinea tatsächlich das südlichste Bundesland aussparen sollte, denn die ökologischen Parameter beider Arten überlappen mehrfach.
Den Aussagen von Kollegen und deren langjährigen Beobachtungen zufolge sollte S. coccinea hier am Alpenostrand nur marginale Vorkommen haben. Konsequentes Durchmikroskopieren der Kollektionen hat in den letzten paar Jahren gezeigt, dass dem keineswegs so ist,...oder vielleicht eben nicht mehr so ist.

In der Pidlich-Aigner-Studie wird angeführt, dass nur S. cocinea an Nadelholz nachgewiesen wurde, für mich ist das ein hartes Kriterium.

Kann ich aus eigener Felderfahrung bestätigen.


Ums mikroskopieren kommt man da nicht herum

So ist es leider. Wo und an welchem Substrat auch immer. Alles andere hat sich letzten Endes als Wunschdenken herausgestellt.

Bei Chistoph H. seinem 'Seicherlseminar' Ende Mai bin ich dabei, sollte es dir am Abend für ein persönliches Kennenlernen ausgehen würde ich mich freuen.

Für alle PSV ein Pflichttermin,..bin natürlich auch angemeldet. Und ja, danach gehn wir ein Bierli heben, oder zwei,
würde mich ebenfalls freuen!

LG Thomas
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#8
(09.04.2018, 15:36)Thomas schrieb: Ums mikroskopieren kommt man da nicht herum

So ist es leider. 

-------------------------------

sollte es dir am Abend für ein persönliches Kennenlernen ausgehen würde ich mich freuen.
 Und ja, danach gehn wir ein Bierli heben, oder zwei,


Hi Thomas,

ich sehe das nicht "So ist es leider". Ist doch ein schönes Hobby, sich Mikrostrukturen anzuschauen. Allemal besser als Enten füttern ...

Klar freue ich mich auf ein Kamingespräch mit dir. Bist das erste mal dabei, wenn Pilzler abends loslegen? Ein Bierli oder zwei wäre mir neu ;-)

Du besorgst den Kamin, ich die Getränke, yepp.


@ Liebe Fories,

mit 'Seicherlseminar' ist diese Veranstaltung gemeint, Pilzvergiftung-Notfalldiagnostik.

Ich bin weder ein PSV (Pilzsachverständiger) noch ein ARGE-Pilzberater. Es ist schlicht meine Neugierde, wie bei einem echten Notfall vorgegangen wird, in der Praxis. Passiert eh nix in Kärnten, ich habe mich leichtsinnigerweise als Ansprechperson registrieren lassen. In der Giftnotzentrale. Die bisherigen Anfragen beschränkten sich auf Kleinkinder, die an einem Pilz gelutscht/geknabbert haben. Die Wahrscheinlichkeit für einen echten Notfall liegt wahrscheinlich bei Null.

Bei einem Ernstfall würde ich mir in die Hose machen und kotzen. Darum geht es bei diesem Seminar, solche Ausscheidung zu untersuchen.

LG
Peter
Es reicht ein Hut aus Fomfom als Statussymbol. Wenn der Blitz einschlägt brennt nur der Kopf.
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