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unsteriles Klonen von Kräuterseitling
#1
Liebe Pilzfreunde,
Ich habe mich vom Thema unsteriles Klonen von davidson40 inspirieren lassen, und habe versucht, den Kräuterseitling unsteril zu klonen.
Werde ein paar Fotos hier reinstellen.
Lg, mykologisch
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#2
Liebe Pilzfreunde!

Ich hatte mir beim Spar Kräuterseitlinge gekauft und in kleine Streifen geschnitten.
   

Habe Gurkengläser und Deckel abgekocht, und auch Pappe von einem Karton in Streifen geschnitten und auch abgekocht:
   
   
   

Habe die abgekochte Pappe abkühlen lassen, und in jedes Glas ein Pappen-Kärtchen glegt.
   

Dann die Kräuterseitlingsstreifen rein:
   

und dann noch eine abgekühlte Pappe drauf:
   
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#3
Nach ein paar Tagen zeigte sich bereits Myzelwachstum:
   
   
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#4
Das Myzel wuchs ziemlich langsam, aber nach ca. 2 Wochen waren einige Kartons durchwachsen:
   
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#5
Jetzt war es an der Zeit, für ein Substrat zu sorgen.
Ich habe verschiedene Sachen ausprobiert:
 - gekochten Bioweizen mit Kalk.
 - Fiffy Einstreu für Kleintiere
 - Mischung aus gekochten Bioweizen, Weizenmehl, Seramis und Kleintierstreu
 
   
   
   
   

Ursprünglich wollte ich auch Kaffee verwenden - dafür habe ich mir meinen alten verwendeten Kaffeesatz aufgehoben. 
Offensichtlich habe ich ihn nicht ordentlich getrocknet, daher hat sich bereits Schimmelpilz gezeigt, als ich ihn als Substrat verwenden wollte. Habe ihn dann stattdessen entsorgt...
   
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#6
Habe Seramis und das Kleintierstreu mit einem Hexler zerkleinert.
Habe den Weizen gekocht und im Sieb das Wasser durchrinnen lassen. Durch die Resthitze waren die Weizenkörner nicht triefend nass, aber im Inneren feucht.
Um für ein basischeres Mileu zu sorgen, habe ich auch Kalk dazugemischt:
   
   
   

Habe die verschiedenen Sustrate dann in die Gläser gegeben.
   

Um einen Gasaustausch zu ermöglichen (wenn zu viel CO2 in den Gläsern ist, hemmt das das Pilzwachsstum auf Dauer), habe ich Löcher in die Gläserdeckel gemacht und mit Watte ausgefüllt:
   

Habe die Gläser im obigen Bereich bei den Deckeln mit Alufolie bedeckt (damit kein Wasser reinkommt) und 90 Minuten in einem Wasserbad abgekocht um es so gut es meine Möglichkeiten erlaubten, zu desinfizieren.
Um die Gläser nicht direkt auf den Topfboden zu stellen, habe ich diese mit anderen Glasdeckeln ausgelegt. Dann habe ich Wasser eingelassen.
   
   
   
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#7
Nachdem das Substrat abgekühlt war, wollte ich die mit Myzel durchwachsenen Papp-Stückchen in die Gläser mit dem Substrat geben.
Hier habe ich Gummihandschuhe verwendet, und die Handschuhe, Arbeitsfläche, die Gläser/Deckel desinfiziert. 
Mit einem Metallspieß, den ich unter ein Feuerzeugt gehalten habe, habe ich dann die Pappstücke möglichst schnell in die Substratgläser gegeben. 
Ich war darauf bedacht, die Gläser nur ganz kurz offen zu haben, damit keine kontaminierenden Sporen in die Gläser kommen.
   
   

Da ich noch Substrat übrig hatte, und auch noch ein paar übrige Myzel-Pappstückchen hatte, habe ich zusätzlich zu dem obigen Verfahren auch in manche Myzel-Pappen-Gläser einfach abgekochtet Substrat eingefüllt.

Hier seht ihr die fertigen Gläser:
   
   
   
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#8
Und jetzt die schlechte Nachricht:
In manchen Gläsern zeigten sich schon nach Tagen Kontaminierungen, in anderen Gläsern erst nach Wochen, in zwei Gläsern erst nach einem Monat.
Aber leider musste ich alle Gläser wegwerfen, weil sich überall Kontaminierungen zeigten. Sad

Hier könnt ihr eine Sammlung kontaminierter Gläser sehen:
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
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#9
Aber ich gebe nicht auf!
Habe bereits die nächsten Versuche mit Austernseitlingen (auch vom Spar gekauft) und mit Samtfußrüblingen (Wildfund) gestartet...

Leider myzelieren die Samtfußrüblinge nicht.

Aber haltet mir bitte für die Austernseitlinge die Daumen!
   
Vielleicht habt ihr ja auch Tipps für mich, wie ich meine Vorgehensweise verbessern könnte. Smile
Danke und lg,
mykologisch
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#10
Hier das bisherige Myzelwachstum der Austernseitlingsstreifen auf der Pappe nach ca. 2,5 Wochen. Das Wachstum ist ziemlich langsam.
Lg, mykologisch

   
   
   
   
   
   
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